next prev

Operatives Therapiespektrum

Im Rahmen der Praxisgründung wurde in unsere Praxisräume in Chemnitz ein OP- Saal mit zugehöriger Instrumentenaufbereitung und –sterilisation sowie ein Patientenaufwachraum integriert. Somit war ich seit 1996 in der Lage, ambulante Operationen durchzuführen.

Bis 2004 operierte ich ausschließlich in meiner Praxis, danach verlagerte ich meine ambulante operative Tätigkeit im Rahmen eines Nutzungsvertrages in eine Chemnitzer Klinik. Zudem konnte ich dort vereinbaren, dass ich einen Teil meiner Operationen auch an stationär aufgenommenen Patienten erbringen kann. Dies betrifft überwiegend solche OP´s, die vom Umfang her ambulant nicht möglich sind (z.B. Rückfußoperationen) oder wenn Patienten die ambulante häusliche Betreuung nicht gewährleisten können.

Die häufigsten Operationen

Gelenkspiegelungen (Arthoskopie)

Arthroskopien sind minimal invasive Eingriffe, bei denen über kleine Zugänge eine Optik mit aufgesetzter Kamera (Arthroskop) und Miniinstrumente in ein Gelenk eingeführt werden. Ich persönlich führe Arthroskopien am Kniegelenk, Ellenbogengelenk und am Sprunggelenk bei geeigneten Erkrankungen aus.

  • Kniegelenk

Der häufigste Anlass für eine Kniegelenksarthroskopie sind Meniskus- und Knorpelschäden, seltener Erkrankungen der Gelenkschleimhaut und freie Körper.

  • Ellenbogengelenk

Der häufigste Grund für eine Ellenbogenarthroskopie ist ein freier Körper.

  • Oberes Sprunggelenk

Das Sprunggelenk ist eines der am meisten belasteten Gelenke im Körper. Es ist vielfältigen Verletzungsmechanismen ausgesetzt. Nach Brüchen oder Verstauchungen kann es zu Knorpelschäden, Verwachsungen, freien Körpern knöchernen Zackenbildungen (Einklemmungsosteophyten) kommen. Diese lassen sich durch eine vordere Arthroskopie gut behandeln. Andere Störungen treten im hinteren Anteil des oberen und unteren Sprunggelenk auf (dorsales Impingement). Dann ist eine Arthroskopie in Bauchlage von hinten nötig. Diese ist aufwendiger und technisch schwieriger.

Fußoperationen

In einer mehrjährigen Ausbildung mit entsprechenden Kursen konnte ich mich zum Fußchirurgen ausbilden lassen. Die Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Fußchirurgie (GFFC) gewährleistet zudem eine kontinuierliche Weiterbildung. So bin ich heute in der Lage, alle häufig vorkommenden Verformungen an Vorfuß und einige Rückfußerkrankungen operativ zu behandeln. Da oft knöcherne Korrekturen durchgeführt werden, ist i.d.R mit einer längeren Nachbehandlung und Teilbelastung zur rechnen.

Die häufigsten sind:

  • Hallux valgus

Der Spreizfuß ist gekennzeichnet durch fächerförmiges auseinanderweichen von 1. und 2. Mittelfußknochen. In der Folge kippt die Großzehe nach außen um, es entsteht ein Hallux valgus mit schmerzhaft eingeschränkter Beweglichkeit, Schmerzen am Ballen und häufig Bedrängen und Formveränderung der 2. Zehe. Es stehen verschiedene OP- Verfahren zur Verfügung, die ich nach den individuellen Befunden des Patienten anwende. Entscheidungsgrundlage ist die klinische Untersuchung im Stehen und Liegen sowie eine Röntgenaufnahme unter Belastung. Mehr Informationen...

  • Hallux rigidus

Schmerzhafte teilweise oder vollständige krankhafte Einsteifung des Großzehengrundgelenks, teils mit erheblichen Verformungen durch Zacken mit Schmerzen beim Abrollen und Schuhkonflikt. Mehr Informationen...

  • Schneiderballen

Das Gegenstück zum Hallux valgus am 5. Mittelfußknochen wird als Schneiderballen bezeichnet (historisch Druckstelle am 5. Zeh durch langes sitzen im Schneidersitz). Auch hier ist das Versetzen des Köpfchen, hier nach innen, die Therapie der Wahl.

  • Krallen- und Hammerzehen

Verformungen der Kleinzehen, entweder hammerförmig mit überstrecktem Endglied, oder krallenförmig mit gebeugtem Endglied, werden als Hammer- bzw. Krallenzehen bezeichnet. Oft ist die Zehe noch zusätzlich zur Seite geneigt. Mehr Informationen...

  • Knick-Platt-Fuß

Schwere Fußdeformität, die selten angeboren auftritt und dann sofort im Säuglingsalter mit Gipsbehandlung oder operativ behandelt wird. Sehr viel häufiger ist der sich im späten Erwachsenenalter entwickelnde Plattfuß, der durch eine degenerative Verlängerung und damit zunehmender Funktionslosigkeit einer Sehne des hinteren Schienbeinmuskels (M. tibialis  posterior) entsteht. Mehr Informationen...

  • Nerveneinklemmungen

Eine häufige Störung ist der Vorfußschmerz durch eine Einklemmung des Interdigitalnerven zwischen den Mittelfußköpfchen (Mortonsche Neuralgie). Seltener ist ein sog. Tarsaltunnelsyndrom, d. h. eine Bedrängung des Fußnerven im Bereich hinter dem Innenknöchel, oft durch knöcherne Vorsprünge am Sprungbein entstehend. Therapie der Wahl ist eine Nervenfreilegung, ggf. mit Entfernen von Knochenvorsprüngen

  • Rückfußdeformitäten

Viele Vorfußdeformitäten haben ihren Ursprung an Veränderungen des Rückfußes, das heißt im Bereich der Stellung von Sprung- und Fersenbein.
Das ist bei allen therapeutischen Überlegungen zu beachten. Oft reichen korrigierende Einlagen aus.  Um nachhaltige operative Korrekturen am Vorfuß ohne Gefahr des Wiederauftretens von Verformungen zu gewährleisten, ist ggf. auch eine Korrektur des Knick-Senk-Fußes nötig. Eine schwerwiegende Deformierung ist der Knick-Platt-Fuß.

  • Der schmerzende Rückfuß

Rückfußschmerzen können die verschiedensten Ursachen haben. Diese können knöchern bedingt sein oder durch krankhafte Veränderungen an Achillessehne oder an Schleimbeuteln bzw. Sehnensätzen.

Hier einige Beispiele:

Fersensporn
Haglundexostose - Verbreiterung des Fersenbeins
Achillodynie - Schmerzhafte knotige Verdickung des Achillessehne
Dorsales Sprunggelenksimpingement (soccers ankle)

Handchirurgische Eingriffe

Zu meinem operativen Spektrum gehören auch einige Eingriffe auf handchirurgischem Gebiet: